2,3 kg argentinische Rinderhüfte, ausreichend für 3 - 5 SKT-Athleten // Foto: Heike Kühn

Böhmische Götterspeise Prototyp // Foto: hoh! Entertainment, Stahnsdorf

Das Fleisch auf dem Grill  // Foto: Heike Kühn

0,5 l Pilsner // Foto: Heike Kühn

 

Bergtraining am Großglockner // Foto: Heike Kühn

 

 

 

SK am Großglockner // Foto: Heike Kühn

 

 

 

Märkische Hausfrau Trainingslager Kleinwalsertal // Foto: Steffen Kühn

 

 

 

Fahrrad-Ruheraum Toscana // Foto: Heike Kühn

 

 

 

Trainingsgruppe Toscana mit märkischer Hausfrau // Foto: Heike Kühn

 

 

 

 

 

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Steffen Kühn Triathlon – Survive-Kicks-Taskforce

Vorwort

Liebe Sport- und Lebensfreunde,

mehr als 40 Jahre aktiver Wettkampf- und Freizeitsport haben mich veranlasst, ein Resümee des üblichen Trainings- und Wettkampfalltags zu ziehen und nach Möglichkeiten der Opti-
mierung, insbesondere in Hinblick auf die Steigerung der Lebensfreude zu suchen.

Analysiert man die gängigen Trainingspläne aller Sportler, egal ob Profi, O-Kader, National-
mannschaften, Freizeitsportler, sehen diese verkürzt wie folgt aus.

• langfristiges Aufbau und Grundlagentraining mindestens 6 Monate,
• 3 Monate erhöhtes Spezialtraining einschließlich Intervallbelastung,
• 2-3 Wochen uWv (unmittelbare Wettkampfvorbereitung im Trainingslager),
• Wettkampf,
• zum Jahresabschluss eine kleine Feier, soweit der Verband genügend Cashflow in der
   Kriegskasse hat und der Trainer dies duldet.

Das Manko ist schnell erkennbar. Die physische Vorbereitung allenfalls einschließlich mentaler Vorbereitung ebenfalls nur auf die Spezialdisziplin steht im Vordergrund. Von Genuss keine Spur. Wesentliche Quellen der Lebensfreude und der Kultur, wie Essen und Trinken, mit Ausnahme derjenigen Ernährung, die wiederum ausschließlich die spezifischen sportlichen Anforderungen der Spezialdisziplin fördern, werden ausgeblendet, sind gar verboten.

Wer erinnert sich nicht an jene Stunden seiner aktiven Laufbahn, als man fernab der Trai-
ningsstätte eine unauffällige Restauration aufsuchen musste, um dem ausgelaugten Körper im Kampf gegen Dehydrierung und andere Mangelerscheinungen wertvolle Spurenelemente, Vitamine und Entschlackungssubstanzen durch Einnahme diverser Getreideveredlungs-
extrakte sowie veredelter sekundärer Pflanzenbestandteile zuzuführen versuchte und dies alles unter dem Druck, möglichst nicht von einem Trainer oder Verbandsdödel erwischt zu werden.

Es galt also einen Wettkampf zu kreieren, der diesen Widerspruch aufhebt und die Kultur-
güter der Menschheit unter lukullischen Gesichtspunkten in den Mehrkampf aufzunehmen. Das perfekte Erlebnis hierzu, das mir quasi die Schuppen von den Augen fielen ließ, war meine erste Teilnahme an einem Triathlon im Jahr 2004 an der Nordsee, dem Herrenkogg-
triathlon. Nach dem Schwimmen, Radrennen und Laufen absolviert waren, gab es eine perfekte, fröhliche langandauernde Feier.

Mir wurde jedoch klar, dass die Reihenfolge falsch war, d.h. die Veranstaltung musste vom Kopf auf die Füße gestellt werden.

Der Steffen-Kühn-Triathlon war geboren oder für Freunde der englischen Sprache Survive-
Kicks-Taskforce SKT. Hier nun die ersten Wettkampfregelungen und Rahmenbedingungen,
an deren Vervollkommnung weiter gearbeitet wird.

Allgemeine Regelungen

1. Teilnahmeberechtigt ist jeder Volljährige ab Vollendung des 18. Lebensjahres ohne Stents,
    Herzschrittmacher und Herzschwäche.

2. Die Teilnahme erfolgt nur auf Einladung des Initiators. Ein Erkaufen der Startberechtigung
    durch schnöde Startgelder, Sponsorenangebote, etc. ist nicht möglich. Ein Geschachere
    um Prämien, Zeiten, Platzierungen, Förderungen, Sponsorenverträge und Geld läuft einer
    ausgewogenen Wettkampfgestaltung zuwider. Hingegen gilt das Mitbringsel eines
    geeigneten Destillates für die I. Disziplin nicht als Bestechungsversuch.

3. Nur erfolgreiche Teilnehmer können Teilnahmeempfehlungen für weitere Teilnahmeinter-
    essenten aussprechen.

4. Märkische Hausfrauen erfüllen die I. Spezialdisziplin mit 2/3 der angegebenen Mengen.

5. Wer erbricht, ist disqualifiziert, kann aber noch teilnehmen.


Die Spezialdisziplinen:

I. Wettkampftag »Essen und Trinken«

a) Essen

1. 300 g argentinisches Steak (Hüfte, Filet, Rib eye oder Roastbeef),
    drei Bratwürste,
    Gemüse, Ballaststoffe, Kohlenhydrate können, müssen aber nicht aufgenommen werden.

2. Dessert Böhmische Götterspeise nach dem Rezept von Maxi Haupt

b) Trink- und Essenszeiten

18:00 bis 24:00 Uhr, wobei die Hauptspeise bis 20:00 Uhr verzehrt werden sollte

c) Trinkmengen

Begrüßungsgetränk Sekt, Champagner oder Beerentöter als Aperitif

- drei 0,5 l Pilsner mind. 4,8% Alkohol (für den Eliteklub gilt 3 L Pilsner),
 
- drei Schoppen 120 ml Wein 13 % Alkohol, jeweils ein Rotwein, ein Weißwein, ein Roséwein)

- dreimal Hochprozenter je 40 ml
  ein Grappa mind. 40 % Alkohol, oder
  ein Wodka mind. 40 % Alkohol, oder
  ein Whisky mind.40 % Alkohol,
  ein Beerentöter mind. 40 % Alkohol, obligatorisch

- dreimal Longdrinks 200 ml ein Gin-Tonic, (Queen Mum 101 Jahre)
  ein Cuba Libre, ( Fidel Castro, längste Regierungszeit )
  ein Überraschungslongdrink auf Basis Beerentöter »Rasputin« ( würde aufgrund seiner
  robusten Natur noch heute leben, wenn er nicht ermordet worden wäre )

d) Die Zeiten

- Hauptmahlzeit zwischen 18:00 und 20:00 Uhr.

- Pflichttrinkzeit liegt zwischen 18:00 und 24:00 Uhr, wobei innerhalb jeder vollen Stunde
  mind. 0,25 l Pilsner (für den Eliteklub mind. 0,5 l Pilsner) getrunken werden müssen.
  Die weiteren Getränke sind nach freier Wahl gleichmäßig zu verteilen.

- Für unerfahrene Erstteilnehmer wird eine Karenzzeit von 1 Stunde bis 01:00 Uhr morgens
  des II. Wettkampftages eingeräumt.

  Die Profis des Eliteklubs nutzen diese Zeit um eine Havanna als Upgrade, hier sind nur
  Cohiba, Montechristo, Romeo y Julieta und Partagás, Format 4; Ringmaß nicht unter 40,
  Format Corona oder größer zugelassen, Ideal ist Churchill.


II. Wettkampftag

08:00 Uhr                  Wecken

08:45 bis 09:30 Uhr    Frühstück (alkoholfrei)

10:00 bis 11:00  Uhr   Schwimmen 1000 m im freien Gewässer, Neopren ist nicht zugelas-
                                 sen, da es einen unerlaubten Auftrieb erzeugt und eine nicht hin-
                                 nehmbare Wettkampferleichterung darstellt.

Die Schwimmstrecke sollte nach Möglichkeit ein gleichmäßiges Dreieck darstellen. An jedem Eckpunkt kann eine kurze Pause eingelegt werden, so dass sich das Feld wieder sammeln und geschlossen weiter schwimmen kann.

11:30 bis 15:00 Uhr     Raddisziplin (Helmpflicht)

Jeder Teilnehmer hat zunächst eine Erklärung abzugeben, dass er die Anforderungen der Straßenverkehrsordnung in Bezug auf Fahrtauglichkeit erfüllt. Bei auffälliger Indikation ste-
hen Prüfgeräte zur Verfügung, es darf geblasen werden. Es sind alle Räder erlaubt, die aus-
schließlich durch Muskelkraft bewegt werden. Tandems oder größere Mehrpersonenräder sind ausgeschlossen. Die Fahrstrecke beträgt mind. 50 km max. 120 km. Jeder Teilnehmer ist berechtigt, eine Pause von 5 min einzufordern, insgesamt dürfen jedoch max. drei Pausen von je 5 min durchgeführt werden.

Das Feld soll das Ziel geschlossen erreichen. Bis auf Disziplin I gibt es keine Zeitvorgaben.
Es gibt keine Einzelwertungen. Es gibt nur erfolgreiche Teilnehmer und disqualifizierte Teil-
nehmer. Das kollektive Erlebnis und die erfolgreiche Teilnahme stehen im Vordergrund. Zurück zur olympischen Idee des Baron Pierre de Coubertin, Begründer der Spiele der Neuzeit.

Die Hymne der Veranstaltung soll im Rahmen der Wettkampfdurchführung und Auswertung mehrfach gesungen werden. Es handelt sich selbstverständlich um den Song der Toten Hosen »Kein Alkohol (ist auch keine Lösung)«.

Ideal –Triathlet Keith Richards werde ich einladen.

Steffen Kühn, Zepernick, 12.02.2013